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Man muss Pink Floyd nicht mehr erklären. Ihre Musik hat sich längst vom Zeitgeist gelöst und gilt als zeitlose Referenz der Rockgeschichte. Mit der Show „The Music of Pink Floyd in Concert“ wird das musikalische Erbe einer der einflussreichsten Bands aller Zeiten eindrucksvoll auf die Bühne gebracht. Auch wenn Pink Floyd selbst seit vielen Jahren nicht mehr gemeinsam auftreten, lebt ihre Musik in dieser aufwendig inszenierten Konzertshow weiter – und das mit besonderen Gästen, die für eine erstklassige musikalische Umsetzung und besondere Atmosphäre sorgen. familyFM durfte die Show in Mönchengladbach und Essen begleiten.
Im Mittelpunkt der Show stehen die legendären Songs und Alben von Pink Floyd. Häufig werden komplette Konzeptalben wie The Dark Side of the Moon oder The Wall nahezu originalgetreu live interpretiert. Dabei geht es nicht nur um das Nachspielen der Musik, sondern um das Eintauchen in die besondere Stimmung, für die Pink Floyd berühmt geworden sind. Die Show ist in zwei Teile gegliedert: „The Wall in Concert“ und „The Dark Side of the Moon in Concert“. Für beide Shows muss jeweils ein eigenes Ticket erworben werden.
Ein besonderes Merkmal der Show ist ihre hochkarätige Besetzung. Mit PJ Olsson, bekannt als Sänger des Alan Parsons Live Project, steht ein erfahrener und ausdrucksstarker Frontmann auf der Bühne. Olsson ist seit den frühen 2000er-Jahren Teil der Band und gewann 2019 einen Grammy in der Kategorie Best Immersive Audio Album für die Arbeit an der 35th Anniversary Edition des Albums Eye in the Sky von The Alan Parsons Project. Bereits 2006 war er in der Kategorie Best Surround Sound Album für die Zusammenarbeit am Album A Valid Path nominiert. Seine Stimme verbindet Kraft und Gefühl und passt hervorragend zu den anspruchsvollen Kompositionen von Pink Floyd. Olsson beschreibt seine frühe Begeisterung für Pink Floyd folgendermaßen: „Für mich ist das einfach wunderbar, denn ich bin mit Pink Floyd aufgewachsen, ich bin mit Alan Parsons aufgewachsen. Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich Pink Floyd gehört habe. Ich war sehr jung und bin irgendwie auf einer der Partys meines Bruders gelandet. Eigentlich hätte er auf mich aufpassen sollen.“ Über eine mögliche Alan-Parsons-Tour in Zukunft bei uns sagt er: „Ich hoffe es. Wir mussten gerade eine Tour absagen. Alan hat im Moment mit ein paar Dingen zu tun. Es geht ihm gut. Ich war vor etwa anderthalb Monaten noch bei ihm. Wir hoffen, dass wir sehr bald wieder unterwegs sein werden.“
Unterstützt wird Olsson von Machan Taylor, einer vielseitigen Sängerin, die unter anderem mit Pink Floyd und David Gilmour zusammengearbeitet hat. Von 1987 bis 1988 begleitete sie Pink Floyd auf der A Momentary Lapse of Reason Tour als Backing-Sängerin. Zudem arbeitete sie mit Sting zusammen und war Teil der Band Hiroshima, wo sie den Hauptgesang auf dem 1989 erschienenen Album East übernahm. Ihre stimmliche Präsenz bereichert die Show besonders bei atmosphärischen Passagen, etwa bei A Great Gig in the Sky, das sie zusammen mit Backing-Sängerin und Gitarristin Jessie Lee Houllier performt. Dadurch gewinnen viele Songs zusätzliche Tiefe und Glaubwürdigkeit. Machan beschreibt, wie es sich anfühlt, nach all den Jahren wieder diese Songs zu spielen: ,,Es ist unglaublich – 38 Jahre später fühlt es sich manchmal fast unwirklich an. Denn ich kann mich noch daran erinnern, mit Pink Floyd auf Tour gewesen zu sein, als wäre es gestern gewesen. Dass ich diese Songs heute wieder spiele, fühlt sich für mich so an, als hätte es nie geendet. Es ist schön – es ist ein Geschenk, das immer weitergibt.“
Ein weiteres herausragendes Element ist Harry Waters an den Keyboards. Als Sohn von Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters bringt er nicht nur musikalische Exzellenz, sondern auch eine besondere Glaubwürdigkeit in die Produktion ein. Er war über viele Jahre Teil der Solo-Tourneen seines Vaters, darunter die In The Flesh Tour und The Dark Side of the Moon Live Tour, und ist somit eng mit dem Werk von Pink Floyd verbunden. Schon als Kind war er auf dem Song Goodbye Blue Sky vom Album The Wall zu hören.
Begleitet werden die Sänger von einer exzellent eingespielten Live-Band, bestehend aus erfahrenen Musikern aus verschiedenen Teilen der Welt, darunter Amerika, Italien und England. Die Band bringt den charakteristischen Pink-Floyd-Sound auf die Bühne und setzt dabei auf mehrere E- und Akustikgitarren, E-Bass, Schlagzeug und Percussion, Keyboards mit und ohne Synthesizer sowie Saxophon, ergänzt durch wechselnden Lead- und Background-Gesang.
„The Music of Pink Floyd in Concert“ ist weit mehr als eine Tribute-Show. Die Beteiligung von Musikern wie Machan Taylor und Harry Waters, die direkt mit Mitgliedern von Pink Floyd gearbeitet haben, verleiht dem Konzert eine besondere Glaubwürdigkeit. Die Show versteht sich als respektvolle Hommage, die den Geist der Originale bewahrt, ohne sie bloß zu kopieren.
Wer die Show erleben möchte, hat in diesem Jahr mehrere Gelegenheiten im Ruhrgebiet: am 17. Februar in Dortmund, am 18. Februar in Siegen, am 20. Februar in Düsseldorf, am 5. März in Neuss, am 27. April in Münster, am 5. Mai in Bonn und schließlich am 11. November in Oberhausen. familyFM empfiehlt das Konzert besonders allen, die gute Musik live erleben möchten.
Die Interviews mit PJ Olsson und Machan Taylor sind dann bald bei uns komplett zu hören. PJ erzählt darin die Geschichte weiter, wie er auf der Party seines Bruders zum ersten Mal Pink Floyd hörte. Außerdem erklärt er, worin für ihn der Unterschied besteht, einen Song von Alan Parsons im Vergleich zu Pink-Floyd-Stücken zu performen. Auch auf die Tour wird im Interview ausführlicher eingegangen. Machan berichtet weiter von ihrer Arbeit mit Pink Floyd und spricht außerdem darüber, wie wichtig es ist, diese Songs noch heute live zu spielen. Also dranbleiben, Leudde!
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